Gemäß dem Anspruch, jeder Schülerin und jedem Schüler optimale individuell angemessene Entwicklungsmöglichkeiten zu bieten, werden an unserem Campus über traditionelle Formen des schulischen Unterrichts hinausgehend eine Reihe neuer Formen des Lehrens und Lernens praktiziert, die insbesondere auf mehr Aktivität, Selbstständigkeit und Eigenverantwortung der Lernenden zielen, stärker ihre Individualität berücksichtigen und zugleich Teamarbeit erfordern und fördern und auf diese Weise zur Ausbildung von Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit beitragen, wozu nicht zuletzt auch der vielfältige Einsatz moderner Medien einen wirksamen Beitrag leistet.
Unterrichtsgestaltung
Die aufbauenden Kurse bilden das Fundament unseres Unterrichtskonzepts. Sie fördern systematisch den Erwerb grundlegender Kompetenzen, solides Fachwissen sowie wichtige Fähigkeiten und Fertigkeiten. Durch binnendifferenzierte Lernangebote und flexible Unterrichtsformen berücksichtigen wir die individuellen Lernvoraussetzungen und Entwicklungsgeschwindigkeiten unserer Schülerinnen und Schüler. Ergänzt wird der Unterricht durch projektorientiertes, fächerverbindendes und digitales Lernen sowie moderne Lernräume, die differenziertes Arbeiten ermöglichen. Während der Unterricht in der Sekundarstufe I überwiegend im Klassenverband stattfindet, lernen die Schülerinnen und Schüler in der gymnasialen Oberstufe zunehmend im Kurssystem entsprechend ihrer individuellen Profil- und Kurswahl.
Der individuelle Stundenplan der Schülerinnen und Schüler ist jederzeit über die interne digitale Campusplattform einsehbar und richtet sich grundsätzlich nach folgendem Raster aus:
Unser Unterricht ist auf nachhaltiges und konzentriertes Lernen ausgerichtet. Mehrstündige Unterrichtsfächer werden überwiegend in Doppelstunden beziehungsweise im Blockunterricht organisiert, um vertieftes Arbeiten zu ermöglichen. Freistunden werden in der Stunden- und Kursplanung möglichst vermieden. Unterrichtsausfälle kompensieren wir durch Blended-Learning-Angebote, fachgerechte Vertretungen, Stundenverlagerungen und individuelle Projektaufgaben. Der Fachunterricht dient der systematischen Erarbeitung neuer Themen und Methoden sowie dem Verständnis komplexer Zusammenhänge. Durch Übungen, Projekte und den individuell gewählten Profilunterricht werden Kenntnisse vertieft, gefestigt und praxisnah angewendet.
Profil- und Wahlunterricht
Nach den jeweiligen Neigungen, Interessen und Stärken der Schülerinnen und Schüler wählen diese am Campus Glienicke bereits ab der 7. Klasse eine Unterrichtsprofilierung. Die Bildungsorientierung durch ein Profil in der Jahrgangsstufe 7 und einem konkreten Profilfach ab der Jahrgangsstufe 8 stellen ein besonderes Merkmal unserer Unterrichtsgestaltung dar. Die Einrichtung dieses einzigartigen Profilangebotes ist eng mit unserem Anspruch verknüpft, die Schülerinnen und Schülern an unserem Campus individuell zu unterstützen und zu fördern.Ab der Jahrgangsstufe 10. wird das Fächerangebot in Vorbereitung auf die gymnasiale Oberstufe durch Wahlpflichtfächer erweitert.

Fächerübergreifendes und fächerverbindendes Lernen
Das Lernen an unserem Campus ist auch fachübergreifend und fächerverbindend angelegt. Durch die Entwicklung schulinterner Curricula, die die inhaltlichen und kompetenzbasierten Vorgaben der im Bundesland Brandenburg gültigen Rahmenlehrpläne zur Grundlage haben, sind wir in der Lage die jeweiligen Fachinhalte in den Jahrgangstufen im Schuljahr so zu verorten, dass sich aus der parallelen Betrachtung von Themen und Fragestellungen aus unterschiedlichen fachlichen Perspektiven Synergieeffekte ergeben:- Förderung des vernetzten Denkens: Schülerinnen und Schüler lernen, Verbindungen zwischen verschiedenen Disziplinen herzustellen, was das Verständnis komplexer Zusammenhänge verbessert und sie auf reale Herausforderungen vorbereitet.
- Praktischer Bezug zur Lebenswelt: Indem Themen aus verschiedenen Fachperspektiven beleuchtet werden, erhalten Lerninhalte mehr Relevanz für den Alltag. Dies steigert die Motivation und das Interesse am Lernen.
- Kreativität und Problemlösungskompetenz: Das Kombinieren von Wissen aus verschiedenen Fächern fördert kreative Lösungsansätze und ermöglicht es den Lernenden, Probleme aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu betrachten.
- Teamarbeit und soziale Kompetenzen: Fächerübergreifendes Lernen fördert oft die Zusammenarbeit in Gruppen, wodurch Teamfähigkeit, Kommunikationsfähigkeiten und soziale Kompetenzen gestärkt werden.
- Individuelle Stärken nutzen: Schülerinnen und Schüler können ihre individuellen Stärken und Interessen in verschiedenen Fächern einbringen und sich in einem breiteren Kontext entfalten.
- Ganzheitliches Lernen: Lernende entwickeln ein tieferes und umfassenderes Verständnis von Inhalten, indem sie diese aus mehreren Perspektiven betrachten und ihre Kenntnisse in verschiedenen Bereichen anwenden.
- Förderung kritischen Denkens: Durch die Verknüpfung verschiedener Disziplinen wird die Fähigkeit gefördert, Informationen kritisch zu hinterfragen und unterschiedliche Standpunkte zu analysieren.
Einen weiteren Beitrag zum fächerverbindenden Lernen bieten Unterrichtsprojekte und Angebote in unserer obligatorischen Projektwoche.
Projektunterricht
Erkunden, Entdecken, Gestalten und Begreifen sowohl im wörtlichen Sinne als auch im Sinne von Verstehen prägen den Charakter des Unterrichts in Form eines Projekts. In anderen Zusammenhängen erworbene Erfahrungen und entwickelte Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler werden aufgegriffen, angewendet und ausgebaut. Neben der Erweiterung von Sach- und Methodenkompetenzen der einbezogenen Fächer fördert die Zusammenarbeit in Projekten auf besondere Weise die Vervollkommnung von sozialen und personalen Kompetenzen. Das Entwickeln von Selbstwahrnehmung und –reflexion, von Selbstverantwortung und Urteilsfähigkeit ebenso wie von Fremdwahrnehmung, Verantwortung für andere, von Kooperations- und Konfliktfähigkeit ist integrierter Bestandteil des Lernprozesses. Die Lehrkraft ist im Projektunterricht Initiator, Organisator, Impulsgeber, Berater und beobachtender Begleiter. Die Schülerinnen und Schüler arbeiten weitgehend selbstbestimmt, selbstständig und eigenverantwortlich.
Blended Learning
Blended Learning ist eine Aktionsform des Lernens, die es ermöglicht, zeitflexibel und mit individuell angemessenem Aufwand an der Erweiterung, Vertiefung und Anwendung von Wissen in neuen Zusammenhängen zu arbeiten. Es bietet vielfältige Möglichkeiten sowohl differenzierten, dem ereichten Lernentwicklungsstand angemessenen Übens als auch selbständigen Erarbeitens. Netzwerkbasierte kommunikativkooperative Arbeitsphasen eröffnen darüber hinaus den Zugang zu einer zukunftsträchtigen Interaktionsform. An unserem Campus wird E-Learning ausschließlich in Kombination mit face-to-face-learning – als dessen Ergänzung und zu dessen Anreicherung – eingesetzt. Damit wird zum einen dem Umstand Rechnung getragen, dass wirksame Lern- und Arbeitsprogramme in ihrer Entwicklung noch am Anfang stehen. Zum anderen werden dem E-Learning mit Blick auf die Bedeutung des sozialen interaktiven Miteinander in Lerngruppen und authentischen Lehrer/innen-Schüler/innen-Beziehungen bewusst Grenzen gesetzt. Technische Voraussetzungen zur Umsetzung gewinnbringender Blended-Learning-Angebote sind am Campus Standard.
Außerunterrichtliche Aktionsmöglichkeiten
Exkursionen, Praktika und vielfältige außerunterrichtliche Angebote sind feste Bestandteile unseres pädagogischen Konzepts. Sie eröffnen unseren Schülerinnen und Schülern praxisnahe Erfahrungen an außerschulischen Lernorten, fördern die Berufsorientierung und stärken individuelle Interessen und Talente. Besonders hervorzuheben ist das mehrwöchige Praktikum in Jahrgangsstufe 9 am Neues Gymnasium Glienicke.
Darüber hinaus bietet unser Campus ein breites Spektrum an Arbeitsgemeinschaften, Kursen, Klubs und eigenverantwortlichen Schülerprojekten – von Sport, Musik und Naturwissenschaften bis hin zu Robotik, Medienarbeit oder internationalen Themen. Viele Angebote entstehen auf Grundlage der Interessen unserer Schülerinnen und Schüler und werden teilweise gemeinsam mit externen Partnern realisiert. So schaffen wir Raum für Gemeinschaft, Kreativität, Eigeninitiative und die individuelle Entfaltung über den Unterricht hinaus.
Schulveranstaltungen
Im Profil des Campus ist vorgesehen, im rhythmisierten Schuljahresablauf Feste und Feiern zu etablieren, die Schülerinnen und Schülern, Schulpersonal, Eltern und Gästen zu verschiedenen Anlässen auf unterschiedliche Weise Gelegenheit bieten, einander näher und von anderen Seiten als in den schulalltäglichen Arbeitszusammenhängen kennen zu lernen, Ereignisse zu würdigen, Kontakte zu knüpfen und zu vertiefen und so die Gemeinschaft zu stärken. Schülerinnen, Schülern und Lehrkräften bieten sie zugleich einen Rahmen, Lern- und Arbeitsergebnisse öffentlich zu präsentieren.
- Politik- und Demokratietage
- Theatertage
- NGG-goes-music
- Sommerfest
- Weihnachts-Volleyball-Turnier
- Projektpräsentationstag
- Sportfest
- Hoffest
- Wandertage
Exkursionen und Gruppenreisen (Klassen- und Kursfahrten)
Regionale, nationale und internationale Klassen- und Kursfahrten sowie Schüleraustausche sind ein fester Bestandteil unseres Schulalltags und tragen maßgeblich zur Persönlichkeitsentwicklung unserer Schülerinnen und Schüler bei. Durch erlebnisorientiertes Lernen außerhalb des Klassenzimmers fördern wir die soziale Kompetenz, den Teamgeist und das Verantwortungsbewusstsein. Ob kulturelle Exkursionen, sportliche Aktivitäten oder naturwissenschaftliche Erkundungen – unsere Fahrten bieten vielfältige Gelegenheiten, neue Erfahrungen zu sammeln und das Gemeinschaftsgefühl zu stärken. Dabei legen wir Wert darauf, den Lernstoff mit praxisnahen Erlebnissen zu verbinden und interdisziplinäre Zusammenhänge zu vermitteln. Klassen- und Kursfahrten ermöglichen unseren Schülerinnen und Schülern, ihre Horizonte zu erweitern und ihre Selbstständigkeit in einem neuen Umfeld zu erproben.In den Jahrgangsstufen sind folgende Fahrten vorgesehen:
- Die mehrtägige Klassenfahrt in Jahrgangsstufe 7 dient zuerst und vor allem dem Einander-Kennen-Lernen und der Gemeinschaftsbildung.
- In Klassenstufe 8 wird ein Skilager durchgeführt.
- Für die Jahrgangsstufen 9 (und 10) sind Sprachreisen und Schüleraustausche vorgesehen.
- Den Abschluss der Jahrgangsstufe 10 bildet die Abschlussfahrt, bei der i.d.R. zusammen mit der Klassenleitung das Reiseziel selbst gewählt werden kann.
- In der den ersten beiden Halbjahren der Qualifikationsphase in der gymnasialen Oberstufe können Kursfahrten (je nach gewähltem Kursangebot) angeboten werden.
Verbindliche Exkursionsziele werden durch die Fachkonferenzen je Jahrgangsstufe festgelegt, z.B.:
- Gedenkstätte Hohenschönhausen
- Gedenkstätte Sachsenhausen
- Gerichtsbesuch
- Deutscher Bundestag / Bundesrat / Landtag